Fußball auf Rasen - WM 2026 Handel und Gastronomie Bayern

Was die Fußball-WM 2026 für den bayerischen Handel und die Gastronomie bedeutet

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 findet erstmals in drei Ländern gleichzeitig statt: in den USA, Kanada und Mexiko. Deutschland ist dabei und trifft in der Gruppenphase unter anderem auf die Elfenbeinküste, einen wichtigen Handelspartner Bayerns. Für den bayerischen Handel, die Gastronomie und viele andere Branchen ist die WM eine der größten wirtschaftlichen Chancen des Jahres. Was die vbw Bayern dazu analysiert hat, und was Betriebe jetzt konkret tun können.

Warum die WM 2026 für Bayern besondere Relevanz hat

Bayern ist Deutschlands wirtschaftsstärkstes Bundesland und hat enge Handelsbeziehungen in alle WM-Teilnehmerländer. Die vbw hat in einer aktuellen Analyse gezeigt, dass der Handel mit Elfenbeinküste, einem der Gruppengegner Deutschlands, in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Kakao, Kaffee und Rohstoffe aus der Elfenbeinküste fließen in bayerische Verarbeitung, während Maschinen und Industriegüter in die Gegenrichtung exportiert werden. Die WM lenkt die Aufmerksamkeit auf solche Wirtschaftsbeziehungen und kann Türen öffnen, die sonst geschlossen blieben.

Was die WM für Handel und Gastronomie bedeutet

Große Sportereignisse sind bewährte Umsatztreiber für den Einzel- und Gastronomiehandel. Public Viewings, Fanmeilen und TV-Übertragungen bringen Menschen zusammen und lassen sie konsumieren. Getränke, Snacks, Fanartikel und Gastronomiebesuche steigen während einer WM spürbar. Für bayerische Gaststätten, Brauereien und Lebensmittelhändler ist das eine reale Chance, schwächere Monate zu kompensieren.

Gleichzeitig bietet die WM eine Plattform für internationale Sichtbarkeit. Wer als bayerisches Unternehmen Produkte mit Bayern-Bezug, ob Bier, Traditionsmode oder Lebensmittelspezialitäten, vermarktet, kann die weltweite Aufmerksamkeit nutzen, um neue Exportmärkte zu erschließen. Auch der internationale Tourismus nach Bayern dürfte während der WM zunehmen, weil das globale Interesse an Deutschland und seinen Regionen steigt.

Was Betriebe konkret vorbereiten sollten

Für den Handel: Rechtzeitig Fanmerchandise und WM-bezogene Produkte ins Sortiment aufnehmen. Wer im Juli und August Umsatz durch WM-Effekte erzielen will, muss spätestens jetzt bestellen. Engpässe bei populären Artikeln sind erfahrungsgemäß vorprogrammiert, wer zu spät kommt, schaut in leere Regale.

Für die Gastronomie: Öffnungszeiten, Außenbereiche und Bestuhlung für Public-Viewing-Formate vorbereiten. Wer eine Außenlizenz benötigt oder einen Beamer auf der Terrasse aufstellen will, muss rechtzeitig die nötige Erlaubnis einholen. Das neue Ladenschlussgesetz bietet zudem Spielraum für verlängerte Abendöffnungen bei Spielen, sofern die Gemeinde die notwendige Verordnung erlassen hat. Mehr dazu im Artikel Warum kaum bayerische Kommunen das Ladenschlussgesetz umsetzen.

Für exportorientierte Betriebe: Die WM ist ein Anlass für gezielte Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Handelspartnern aus WM-Teilnehmerländern. Eine persönliche Nachricht zum Spieltag, eine Einladung zum gemeinsamen Public Viewing oder ein thematisch passendes Mailing können Beziehungen aufwärmen und neue Gespräche anstoßen.

Die Verbindung zu Bayern International

Bayern International, das Netzwerk für internationale Wirtschaftsbeziehungen des Freistaats, nutzt Großveranstaltungen regelmäßig als Plattform für Wirtschaftsgespräche. Unternehmen, die ihre internationalen Kontakte während der WM vertiefen wollen, sollten die Angebote von Bayern International prüfen. Wie der Freistaat generell bei der Markterschließung hilft, zeigt der Artikel Wie das MERCOSUR-Abkommen neue Märkte öffnet.


Quelle: Zusammenfassung nach Angaben des Verbands der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Pressemitteilung vom 18. Juni 2026 unter https://www.vbw-bayern.de

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