Der Bayerische Handwerkstag hat die Frage der Unternehmensnachfolge im Handwerk als eines der drängendsten wirtschaftspolitischen Themen des Jahres 2026 bezeichnet. Präsident Franz Xaver Peteranderl warnte, Bayern müsse schnell handeln, um den drohenden Verlust tausender Handwerksbetriebe durch fehlende Nachfolger zu verhindern.
Die Situation ist ernst: Viele erfahrene Handwerksmeister nähern sich dem Rentenalter, ohne dass ein Nachfolger in Sicht ist. Wenn kein Übernahmeinteressent gefunden wird, schließen die Betriebe, obwohl sie oft gut aufgestellt und wirtschaftlich gesund sind. Das bedeutet nicht nur Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch den Wegfall von Ausbildungsplätzen und lokalem Wirtschaftsleben. Betroffen sind alle Handwerksbranchen, besonders aber das Bauhandwerk, das Kfz-Gewerbe und das Nahrungsmittelhandwerk.
Das Handwerk stellt ein eigenes Programm zur Nachfolgevermittlung bereit und arbeitet dabei eng mit den Handwerkskammern zusammen. Interessenten, die einen bestehenden Betrieb übernehmen wollen, können sich beraten lassen und werden mit abgabewilligen Inhabern zusammengebracht. Auch die LfA Förderbank Bayern bietet mit dem Gründungs- und Wachstumskredit Finanzierungsinstrumente für Betriebsübernahmen an. Der Artikel Handwerk Bayern: Ausbildung und Fachkräftemangel zeigt, wie eng Nachwuchsgewinnung und Betriebsfortführung zusammenhängen.
Quelle: Zusammenfassung nach Angaben des Bayerischen Handwerkstags, Pressemitteilung vom 5. Mai 2026. Weitere Informationen unter https://www.dasbayerischehandwerk.de
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