Mobbing am Arbeitsplatz, anhaltende Schulprobleme, die Folgen eines Unfalls oder die Überforderung bei der Pflege eines Angehörigen: Psychische Belastungen haben viele Gesichter. Manchmal lassen sich die Ursachen klar benennen. In anderen Fällen entwickelt sich über Monate ein Zustand, der zunehmend den Alltag bestimmt. Die Frage, wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist, lässt sich deshalb selten pauschal beantworten. In ihrer psychologischen Privatpraxis in Starnberg beschäftigt sich Dr. phil. Patricia Lawrence mit Menschen, die vor solchen Herausforderungen stehen.
Die Diplom-Psychologin begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene in schwierigen Lebensphasen. Ihre Arbeit verbindet psychotherapeutische Verfahren mit psychologischer Beratung und Coaching. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Verarbeitung belastender Erfahrungen mithilfe von EMDR.
Psychologische Unterstützung, die bei der persönlichen Situation ansetzt
Welche Ereignisse haben zu einer Krise geführt? Welche Auswirkungen zeigen sich im Alltag? Und was müsste sich verändern, damit eine spürbare Entlastung eintritt? Solche Fragen spielen bei Patricia Lawrence bereits vor dem ersten persönlichen Gespräch eine Rolle. In ihrer Privatpraxis für Psychotherapie in Starnberg bittet die Psychologin Interessenten zunächst darum, ihr Anliegen schriftlich zu schildern. Dabei geht es beispielsweise um bisherige Therapieerfahrungen, gesundheitliche Probleme, das soziale Umfeld und die eigenen Erwartungen an die Begleitung.
Dieser Ansatz hat einen nachvollziehbaren Hintergrund: Wer versucht, eine schwierige Situation in Worte zu fassen, muss sich mitunter erstmals genauer damit auseinandersetzen. Was ist eigentlich das drängendste Problem? Welche Belastungen hängen miteinander zusammen? Die schriftlichen Angaben dienen Lawrence als Vorbereitung auf das Kennenlernen. Gleichzeitig können sie den Betroffenen helfen, ihre Gedanken zu ordnen. Wie die anschließende Unterstützung aussieht, hängt von der individuellen Problemlage ab. Zum Angebot gehören psychotherapeutische Begleitung nach dem Heilpraktikergesetz, Coaching und Unterstützung bei akuten persönlichen Krisen.
Von der Medienbranche zur Psychologie: Der berufliche Weg von Patricia Lawrence
Der Lebenslauf der Praxisinhaberin weist eine Besonderheit auf. Bevor sich Patricia Lawrence der Psychologie zuwandte, arbeitete sie mehrere Jahre in der Kommunikations- und Medienbranche. Zu ihren beruflichen Stationen gehörten Tätigkeiten als Kreativdirektorin, in der stellvertretenden Verlagsleitung einer Münchner Traditionszeitung und im Bereich Kooperationen. Anschließend studierte die gebürtige Münchnerin Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Schwerpunkt Klinische Psychologie. Sie schloss das Studium als Diplom-Psychologin ab und promovierte 1996 zum Dr. phil. Ihre Promotion befasste sich mit dem Thema Trauma.
Die Erfahrungen aus der Medienwelt und ihre psychologische Ausbildung verbindet Lawrence insbesondere über das Thema Kommunikation. Auf ihrer Website beschreibt sie, welche Bedeutung sie einer funktionierenden Verständigung zwischen Menschen beimisst. Das ist gerade bei zwischenmenschlichen Konflikten relevant. Denn Schwierigkeiten entstehen häufig innerhalb komplexer Beziehungen: in Familien, Partnerschaften, Schulklassen oder am Arbeitsplatz. Um sie zu verstehen, reicht die Betrachtung einzelner Verhaltensweisen oft nicht aus. Auch Erwartungen, Abhängigkeiten und wiederkehrende Kommunikationsmuster können eine Rolle spielen. Lawrence betont zudem die Bedeutung kontinuierlicher Weiterbildung und des fachlichen Austauschs mit Kollegen und Ärzten. Ihr psychologischer Ansatz ist damit auf eine fortlaufende Auseinandersetzung mit fachlichen Erkenntnissen ausgerichtet.
EMDR als Schwerpunkt bei der Verarbeitung belastender Erfahrungen
Ein wesentlicher Bestandteil des Praxisangebots ist EMDR. Die Abkürzung steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Das Verfahren wurde Ende der 1980er-Jahre entwickelt und wird insbesondere in der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen eingesetzt. Die Grundidee: Belastende Erinnerungen können noch lange nach einem Ereignis intensive emotionale oder körperliche Reaktionen hervorrufen. Bei EMDR werden solche Erinnerungen innerhalb eines strukturierten therapeutischen Prozesses bearbeitet. Zum Einsatz kommt dabei eine sogenannte bilaterale Stimulation, beispielsweise durch angeleitete Augenbewegungen. Das Ziel besteht darin, belastende Erfahrungen besser einzuordnen und ihre emotionale Intensität zu verringern. Die Erinnerung selbst bleibt erhalten.
Bei Erwachsenen mit posttraumatischen Belastungsstörungen ist EMDR als psychotherapeutische Behandlungsmethode wissenschaftlich anerkannt. Für andere Anwendungsgebiete ist die Studienlage unterschiedlich. Patricia Lawrence beschreibt EMDR als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit mit Menschen, die traumatische oder außergewöhnlich belastende Erfahrungen gemacht haben. Dazu können etwa Unfälle, Verlusterlebnisse oder andere einschneidende Ereignisse gehören. Allerdings eignet sich das Verfahren nicht für jede Situation. Insbesondere bei akuter psychischer Instabilität oder schweren dissoziativen Symptomen kann zunächst eine Stabilisierung erforderlich sein. Die Psychologin weist selbst auf die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung hin, bevor EMDR angewendet wird. Ergänzend berücksichtigt sie Ansätze der integrativen Therapie und Gestalttherapie sowie Elemente des Coachings.
Mobbing verstehen und Betroffene gezielt unterstützen
Ein weiterer Schwerpunkt der Praxis ist das Coaching bei Mobbing. Das Thema betrifft unterschiedliche Altersgruppen und Lebensbereiche. Kinder können in der Schule ausgegrenzt werden, Erwachsene erleben wiederkehrende Demütigungen am Arbeitsplatz oder innerhalb ihres privaten Umfelds. Charakteristisch für Mobbing sind systematische, wiederholte Angriffe über einen längeren Zeitraum. Anders als bei einem gelegentlichen Streit entsteht häufig ein Machtungleichgewicht, das es Betroffenen erschwert, sich aus der Situation zu lösen. Lawrence beschäftigt sich dabei auch mit der Gruppendynamik. Denn das Verhalten unbeteiligter Personen kann entscheidenden Einfluss darauf haben, ob Ausgrenzung bestehen bleibt oder beendet wird.
In ihrem Coaching geht es unter anderem darum, persönliche Grenzen zu stärken, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und das durch Mobbingerfahrungen beeinträchtigte Selbstvertrauen wiederaufzubauen. Ein praktischer Aspekt ist die Dokumentation von Vorfällen. Wer wiederkehrende Schikanen erlebt, kann durch schriftliche Aufzeichnungen konkrete Abläufe und Beteiligte festhalten. Das kann beispielsweise bei Gesprächen mit Schulen, Vorgesetzten oder Beratungsstellen hilfreich sein. Die psychologische Begleitung ersetzt dabei keine gegebenenfalls erforderliche arbeitsrechtliche oder strafrechtliche Beratung.
Kurzzeitbegleitung und Unterstützung in persönlichen Krisen
Neben längerfristigen psychotherapeutischen Prozessen bietet die Praxis mit dem Konzept „Kompakt-Effekt“ auch strukturierte Kurzzeittherapiepakete an. Der Ansatz richtet sich an ausgewählte Belastungssituationen, in denen sich konkrete Anliegen innerhalb eines zeitlich begrenzten Rahmens bearbeiten lassen. Genannt werden unter anderem depressive Verstimmungen, Mobbingerfahrungen, Schul- und Lernprobleme sowie die Verarbeitung traumatischer Ereignisse. Gerade bei jüngeren Menschen können schulische Schwierigkeiten unterschiedliche Ursachen haben. Hinter einer Lernblockade können beispielsweise Prüfungsängste oder belastende soziale Erfahrungen stehen. Eine differenzierte Betrachtung hilft dabei, geeignete Unterstützungsangebote zu bestimmen.
Auch Erwachsene kommen mit sehr unterschiedlichen Anliegen in die Praxis. Eine schwere Erkrankung innerhalb der Familie, die Betreuung eines demenzkranken Angehörigen oder eine persönliche Lebenskrise können dazu führen, dass bisherige Bewältigungsstrategien an ihre Grenzen geraten. Ob eine zeitlich begrenzte Begleitung ausreicht oder eine weiterführende Behandlung angezeigt ist, muss anhand der jeweiligen Situation entschieden werden.
Wie der erste Kontakt und die weitere Begleitung ablaufen
Wer sich an die Praxis wendet, kann das persönliche Anliegen zunächst per E-Mail schildern. Nach eigenen Angaben antwortet Patricia Lawrence innerhalb von zwei Tagen und unterbreitet einen Vorschlag für das erste Kennenlernen. Dieses Gespräch ist kostenlos. Anschließend wird gemeinsam entschieden, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheint. Falls keine passende Grundlage für eine Begleitung besteht, bietet Lawrence an, eine andere Fachperson zu empfehlen. Die Praxis befindet sich in der Petersbrunnerstraße 17a in Starnberg. Termine werden nach vorheriger Vereinbarung vergeben; flexible Sprechzeiten von Montag bis Samstag sollen die Terminplanung erleichtern. Wichtig ist die finanzielle Einordnung: Lawrence betreibt eine psychologische Privatpraxis mit psychotherapeutischer Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz. Eine direkte Abrechnung über die gesetzlichen Krankenkassen findet nicht statt. Nach den veröffentlichten Praxisangaben kostet eine Sitzung 90 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung Kosten übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Diese Informationen sind für die Entscheidung über eine mögliche Behandlung relevant. Schließlich spielen neben der fachlichen Ausrichtung auch die Finanzierung, die Erreichbarkeit und das persönliche Vertrauen eine Rolle.
Eine Praxis mit besonderem Augenmerk auf Kommunikation und persönliche Lebensumstände
Die psychologische Privatpraxis von Dr. Patricia Lawrence verbindet unterschiedliche Tätigkeitsfelder, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen: Traumaverarbeitung, Mobbingprävention, Unterstützung bei schulischen Schwierigkeiten und Begleitung in persönlichen Krisen. Ein verbindender Gedanke lässt sich dennoch erkennen. Lawrence betrachtet psychische Belastungen im Zusammenhang mit der jeweiligen Lebensgeschichte, den sozialen Beziehungen und den vorhandenen Handlungsmöglichkeiten. Ihre langjährige Beschäftigung mit Kommunikation ergänzt diese Perspektive. Auffällig ist zudem, wie ausführlich die Psychologin den Einstieg in eine mögliche Zusammenarbeit beschreibt. Interessenten erfahren bereits vor dem ersten Termin, welche Fragen sie erwarten, wie die Entscheidung über eine weitere Begleitung zustande kommt und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Ob eine therapeutische Zusammenarbeit tatsächlich passt, lässt sich letztlich erst im persönlichen Kontakt beurteilen. Die Praxis schafft dafür einen klar beschriebenen Rahmen und bietet Menschen in Starnberg eine Anlaufstelle für unterschiedliche psychische und zwischenmenschliche Belastungen.
Bildquellen
- Psychotherapie Starnberg | Psychologe Dr. Patricia Lawrence: https://lawrence.de/ueber_mich/
