Öffentlicher Dienst der Länder startet in neue Tarifrunde

Im öffentlichen Dienst der Länder hat eine neue Tarifrunde begonnen. Nach den abrufbaren Angaben aus dem Umfeld der ver.di-Mitteilung geht die Gewerkschaft mit der Forderung in die Verhandlungen, die Entgelte um sieben Prozent zu erhöhen, mindestens aber um 300 Euro pro Monat. Damit soll nach Gewerkschaftsangaben vor allem eine stärkere Entlastung in den unteren Entgeltgruppen erreicht werden. Betroffen ist ein großer Teil der Landesbeschäftigten in Deutschland, etwa in Verwaltungen, Schulen, Hochschulen, Justiz, Polizei und weiteren Bereichen des öffentlichen Dienstes.

Für ein Wirtschaftsmedium in Bayern ist das Thema vor allem deshalb relevant, weil Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst der Länder nicht nur die Einkommen vieler Beschäftigter beeinflussen, sondern auch Folgen für die Haushaltsplanung, den Fachkräftemangel und die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Sektors als Arbeitgeber haben können. Gerade in Zeiten angespannter Arbeitsmärkte spielt die Frage eine Rolle, wie attraktiv Stellen bei den Ländern im Vergleich zu anderen Branchen vergütet werden.

Zur Einordnung gehört auch, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder die Arbeitgeberseite in diesen Verhandlungen vertritt. Nach ihren Angaben betreffen die eigentlichen Entgeltverhandlungen rund 860.000 Tarifbeschäftigte; politische und finanzielle Wirkung hat eine Tarifrunde darüber hinaus, weil Ergebnisse regelmäßig auch in der Diskussion um Besoldung und Versorgung eine Rolle spielen. Ver.di betont in diesem Zusammenhang, dass der öffentliche Dienst angesichts des Personalbedarfs konkurrenzfähig bleiben müsse.

Die vorliegenden Informationen sprechen dafür, dass der Auftakt der Tarifrunde vor allem ein Signal für die kommenden Verhandlungen setzt. Die Forderung von sieben Prozent beziehungsweise mindestens 300 Euro zeigt, dass ver.di mit einem klaren Lohnschwerpunkt in die Gespräche geht. Für Unternehmen und Institutionen in Bayern ist die Entwicklung auch deshalb relevant, weil Vergütungsabschlüsse im öffentlichen Bereich Einfluss auf regionale Arbeitsmärkte, Personalkostenvergleiche und die Attraktivität öffentlicher Arbeitgeber haben können.

Quelle: Zusammenfassung nach Angaben aus der Pressemitteilung unter
https://augsburg.verdi.de/fachbereiche/bund-und-laender/++co++f8832ad6-8e66-11f0-916d-ffc0489f3705

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