KI-Einsatz in bayerischen Unternehmen: Nutzung wächst deutlich

Eine aktuelle Erhebung des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigt, dass künstliche Intelligenz (KI) im Wirtschaftsalltag bayerischer Unternehmen zunehmend integriert wird. Die Daten basieren auf der „Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Unternehmen 2025“.

Nach den Ergebnissen verwendeten 29 % der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten in Bayern im Jahr 2025 KI-Technologien. Das ist ein substantieller Anstieg gegenüber den Vorjahren: 2024 lag der Anteil noch bei 23 % und 2023 bei 13 %. Dabei zählen zu KI-Anwendungen Verfahren wie Text Mining, Spracherkennung, Computer Vision oder maschinelles Lernen, die in vielfältigen betrieblichen Prozessen eingesetzt werden.

Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern bei der Nutzung von KI leicht über dem Durchschnitt. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen hierzulande vergleichsweise offen für neue digitale Technologien sind.

Digitalisierung weit verbreitet, vielfältige Online-Aktivitäten

Die Statistik liefert auch Daten zur generellen IT-Ausstattung und digitalen Aktivitäten bayerischer Betriebe: So besitzen 92 % der Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitenden eine eigene Webseite. Unter diesen nutzen 27 % digitale Angebote wie Online-Bestell-, Buchungs- oder Reservierungssysteme. Ein Großteil – 64 % – nutzt Online-Kanäle zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen oder zur Abwicklung von Bewerbungen.

Darüber hinaus verfügen 95 % der Unternehmen über eine ortsfeste Internetverbindung, wovon 68 % Anschlüsse mit einer Übertragungsrate von mindestens 100 Mbit/s besitzen. Etwa zwei Drittel der Betriebe nutzen aktiv Social-Media-Kanäle für Unternehmenskommunikation oder Marketing.

Ein Fünftel der befragten Unternehmen ist im E-Commerce-Geschäft aktiv, also im direkten Verkauf von Waren oder Dienstleistungen über digitale Plattformen. Hierbei werden die meisten Transaktionen über eigene Online-Präsenzen oder Apps abgewickelt, seltener über gemeinsam genutzte Marktplätze.

Bedeutung für die bayerische Wirtschaft

Diese Zahlen spiegeln den fortschreitenden Digitalisierungsgrad der Wirtschaft in Bayern wider. Für Entscheider und Firmenverantwortliche in der Region ist relevant:

  • Technologien wie KI werden schneller als in der Vergangenheit adaptiert und zunehmend Bestandteil betrieblicher Abläufe.
  • Digitale Präsenz und Online-Funktionalitäten sind in der Mehrzahl der Unternehmen etabliert.
  • Breit verfügbare schnelle Internetanschlüsse bilden die technische Grundlage für digitale Geschäftsmodelle.

Gerade kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in Bayern kann diese Entwicklung als Indikator dienen, Investitionen in Digitalisierungsprojekte strategisch zu priorisieren, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und neue Geschäftschancen zu erschließen.

Quelle: Zusammenfassung nach Angaben aus der Pressemitteilung unter
https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2026/pm024/index.html

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