Die IG Metall Bayern hat auf ihrer Jahrespressekonferenz angekündigt, eine Initiative für Arbeit und Aufschwung starten zu wollen. Ziel ist es, angesichts der anhaltenden Schwäche in der deutschen Industrie konkrete Impulse für die Beschäftigung im Freistaat zu setzen. Die Gewerkschaft reagiert damit auf eine Reihe von Stellenabbauankündigungen und Restrukturierungen, die Bayern in den vergangenen Monaten belastet haben.
Gleichzeitig beteiligt sich die IG Metall an einer gemeinsamen Erklärung zum sogenannten Industrial Accelerator Act, einem europäischen Vorhaben zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Unter dem Stichwort „Made in Europe“ sieht die Gewerkschaft darin eine Chance, Produktionsarbeitsplätze langfristig zu sichern und neue Investitionen in moderne Fertigung anzuziehen. Auch andere Akteure aus der bayerischen Wirtschaft hatten sich zuletzt zum Thema „Made in Europe“ geäußert: Der Artikel EU-Vorschlag für „Made in Europe“: Gewerkschaften fordern verbindlichere Vorgaben zeigt, wie die Diskussion auf europäischer Ebene läuft.
Konkret beschäftigt die bayerische Gewerkschaftslandschaft derzeit auch der Fall des Nürnberger Unternehmens Staedtler. Beschäftigte demonstrierten in Nürnberg für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und eine klare Zukunftsperspektive für den traditionsreichen Hersteller von Schreib- und Zeichengeräten. Der Fall steht exemplarisch für den Strukturwandel, dem viele mittelständische Produktionsbetriebe in Bayern aktuell ausgesetzt sind.
Zuletzt hatte die IG Metall Bayern in der Tarifrunde der Holz- und Kunststoffindustrie einen Abschluss erzielt. Mehr dazu im Artikel Tarifabschluss in Bayerns Holz- und Kunststoffindustrie: Mehr Geld für Beschäftigte. In der bayerischen Chemieindustrie hingegen gestalteten sich die Verhandlungen zuletzt schwieriger, wie der Artikel Tarifrunde in der bayerischen Chemie-Industrie endet ohne Einigung dokumentiert.
Für Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie bleibt das Umfeld angespannt. Die Diskussion um Tarifrunden, Investitionen und industriepolitische Rahmenbedingungen dürfte in den kommenden Monaten weiter an Dynamik gewinnen. Wie sich die bayerische Industrie insgesamt schlägt, zeigt der Artikel Produktion der bayerischen Industrie 2025.
Quelle: Zusammenfassung auf Basis öffentlicher Mitteilungen der IG Metall Bayern, Stand April 2026
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