Heidenhain baut Messtechnik und Steuerungen für Werkzeugmaschinen. Das Unternehmen sitzt in Traunreut im Chiemgau und beschäftigt weltweit über 9.000 Mitarbeiter. Ohne Heidenhain-Bauteile steht jede CNC-Fräse und jede Drehmaschine still. Trotzdem kennt außerhalb der Branche kaum jemand den Namen.
Was genau baut Heidenhain?
Drehgeber, Längenmessgeräte, Winkelmessgeräte und CNC-Steuerungen. Diese Bauteile messen Positionen und Bewegungen in Werkzeugmaschinen mit einer Genauigkeit von wenigen Nanometern. Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter.
Wer ein Metallteil fräsen will, das auf den Tausendstel Millimeter genau sein muss, braucht Heidenhain. Die Kunden sind Werkzeugmaschinenhersteller wie DMG Mori, Trumpf, Grob-Werke und Hermle. Letztlich hängt ein großer Teil der Präzisionsfertigung weltweit von Komponenten aus Traunreut ab.
Warum kennt niemand Heidenhain?
Weil die Produkte in andere Maschinen eingebaut werden. Heidenhain ist ein Tier-1-Zulieferer für den Maschinenbau. Der Endkunde sieht die DMG-Mori-Fräse, nicht den Heidenhain-Drehgeber darin.
Das Unternehmen ist nicht börsennotiert, veröffentlicht keine Quartalszahlen und gibt selten Interviews. Diese Diskretion ist gewollt. Die Dr. Johannes Heidenhain GmbH gehört einer Stiftung, was langfristiges Denken ohne Quartalsdruckerleichtert.
Heidenhain auf einen Blick
| Firmenname | Dr. Johannes Heidenhain GmbH |
| Sitz | Traunreut, Chiemgau, Bayern |
| Gegründet | 1889 (Berlin), seit 1948 in Traunreut |
| Mitarbeiter | Über 9.000 weltweit |
| Eigentümer | Stiftung (nicht börsennotiert) |
| Produkte | Drehgeber, Messgeräte, CNC-Steuerungen |
| Website | heidenhain.de |
Bildquellen
- heidenhain-startseite: Screenshot: heidenhain.de
