Die für das Frühjahr erhoffte Belebung im bayerischen Handwerk ist ausgeblieben. Bayerischer Handwerkstag-Präsident Franz Xaver Peteranderl kommentierte die aktuellen Daten mit einem ernüchternden Befund: Nicht vorankommend sei eine treffende Beschreibung der aktuellen Lage. Die Konjunkturschwäche in der Gesamtwirtschaft schlägt auf das Handwerk durch.
Besonders betroffen sind Handwerksbetriebe, die stark von der Baukonjunktur abhängen. Das Bauhandwerk leidet weiterhin unter dem Einbruch im Wohnungsbau, der durch hohe Zinsen und gestiegene Materialkosten ausgelöst wurde und sich trotz leichter Zinsrückgänge noch nicht erholt hat. Auch das Kfz-Gewerbe spürt die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Positiver läuft es hingegen im Lebensmittelhandwerk und im Bereich der Gebäudetechnik, wo die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen stabil bleibt.
Für Handwerksbetriebe in Bayern bedeutet die aktuelle Lage vor allem eins: Kosten konsequent im Blick halten, ohne die Qualität zu gefährden. Wer in schwierigen Phasen investiert, etwa in Ausbildung, Digitalisierung oder klimafreundliche Fahrzeuge, ist nach der Erholung besser aufgestellt. Der Artikel Lastenräder im Handwerk zeigt, wie Betriebe mit kleinen Investitionen Effizienz steigern können. Mehr zum wirtschaftlichen Gesamtbild liefert die Frühjahrsdiagnose 2026.
Quelle: Zusammenfassung nach Angaben des Bayerischen Handwerkstags, Pressemitteilung vom 29. April 2026. Weitere Informationen unter https://www.dasbayerischehandwerk.de
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