Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für Windenergie scharf kritisiert. Von bundesweit rund 440 Projekten, die einen Zuschlag erhielten, stammten nur fünf aus Bayern. Der Minister fordert eine gerechtere Berücksichtigung süddeutscher Standorte beim weiteren Ausbau der Windenergie.
Hintergrund ist die grundsätzliche Spannung zwischen dem Windenergieausbau in Norddeutschland und dem Energiebedarf im industriestarken Süden. Bayern hat seinen eigenen Ausbau in den vergangenen Jahren beschleunigt, kämpft aber weiterhin mit der 10H-Regelung, die Windräder in Mindestabstand von der zehnfachen Nabenhöhe zu Wohnbebauung vorschreibt. Diese Regelung wurde zwar zuletzt gelockert, gilt aber vielerorts noch als Hemmnis.
Für bayerische Unternehmen mit hohem Strombedarf ist die Frage nach dem lokalen Windkraftausbau wirtschaftlich relevant. Günstige und stabile Energiepreise sind ein zentraler Standortfaktor, den Bayern gegenüber anderen Bundesländern und internationalen Konkurrenten verteidigen muss. Der Bericht Großbatteriespeicher in Ansbach zeigt, wie der Freistaat parallel an Lösungen für die Speicherung von Erneuerbarer Energie arbeitet. Auch beim Wasserstoffspeicher-Potenzial in Bayern setzt die Staatsregierung auf eigene Lösungen für die Energiewende.
Quelle: Zusammenfassung nach Angaben des Bayerischen Landesportals und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, April 2026
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