On Strike Schild bei Demonstration - Symbolbild Warnstreik

Warnstreik im Münchner ÖPNV: Ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen auf

Die Gewerkschaft ver.di hat für Dienstag, den 14. April 2026, zu einem bayernweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Der Ausstand dauert bis Mittwoch, den 15. April um 3:30 Uhr. In München sind U-Bahn, Bus und Tram der Münchner Verkehrsgesellschaft betroffen. S-Bahn, Regionalzüge und MVV-Regionalbuslinien fahren planmäßig weiter.

Die MVG bereitet einen Notfahrplan vor. Da rund die Hälfte des Busangebots von privaten Omnibusunternehmen betrieben wird, können diese Linien weiterfahren. Reisende sollten dennoch mehr Zeit einplanen und wenn möglich auf S-Bahn oder Regionalbus ausweichen.

Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr. Es ist nicht der erste Ausstand in diesem Bereich: Bereits früher in diesem Jahr kam es zu vergleichbaren Warnstreiks. Der Artikel Wiederholte Warnstreiks im Nahverkehr stoßen auf scharfe Kritik der bayerischen Wirtschaft beleuchtet, wie Arbeitgeberverbände auf die Häufung reagieren.

Für Unternehmen mit vielen Pendlern empfiehlt sich für Dienstag die Prüfung flexibler Arbeitszeitmodelle oder die Möglichkeit von Homeoffice. Parallel zum ÖPNV-Streik legt auch die Lufthansa-Pilotengewerkschaft die Arbeit nieder, was zu einem doppelt belasteten Mobilitätstag in München führt. Mehr dazu im Artikel zum Lufthansa Pilotenstreik am Münchner Flughafen.

Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die sich für die Hintergründe der laufenden Tarifrunden interessieren, finden im TV-L Rechner Bayern 2026 ergänzende Informationen zur Gehaltsstruktur im öffentlichen Dienst der Länder.


Quelle: Zusammenfassung auf Basis von Informationen der Stadt München (München.de) und der Gewerkschaft ver.di, April 2026

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