Nominale Zuwächse und reale Rückgänge im bayerischen Kfz-Handel 2025

Die jüngsten vorläufigen Ergebnisse des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigen ein differenziertes Bild für den Kraftfahrzeughandel im Freistaat Bayern im Jahr 2025: Während die Umsätze nominal leicht gestiegen sind, sanken sie real, also preisbereinigt. Ergänzend wuchs die Zahl der Beschäftigten in dieser Wirtschaftsgruppe. Diese Zahlen können für Unternehmen, Märkte und Beschäftigte im Automobilsektor in Bayern relevant sein.

Nach den veröffentlichten Daten nahm der nominale Gesamtumsatz im bayerischen Kfz-Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur 2025 um 0,4 % zu im Vergleich zum Vorjahr. Rein preisbereinigt liegt der Umsatz dagegen um rund 2,0 % niedriger als im Jahr 2024. Das bedeutet, dass die erzielten Einnahmen nach Abzug der Preisentwicklung tatsächlich gesunken sind, auch wenn die nackten Werte einen Anstieg zeigen.

Innerhalb der einzelnen Wirtschaftsgruppen des Handels mit Kraftfahrzeugen und -teilen ergibt sich ein uneinheitliches Bild:

  • Im Handel mit Kraftwagen blieben die nominalen Umsätze insgesamt annähernd stabil, im realen Vergleich sanken sie.
  • Die Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen verzeichnete nominale Zuwächse, während der reale Umsatz ebenfalls leicht zurückging.
  • In der Sparte Handel mit Krafträdern und entsprechender Instandhaltung gingen sowohl die nominalen als auch die preisbereinigten Umsätze deutlicher zurück.
  • Positiv hervorzuheben ist, dass sowohl im Handel mit Teilen und Zubehör als auch in der Reparaturbranche nominale und reale Umsätze stiegen, wenn auch in unterschiedlicher Stärke.

Ein weiterer wichtiger Befund betrifft den Arbeitsmarkt: Die Beschäftigtenzahl im gesamten Kfz-Handel stieg 2025 um etwa 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Laut Statistik meldeten alle vier untersuchten Wirtschaftsgruppen höhere Beschäftigtenzahlen als zuvor.

Diese Daten liefern ein nuanciertes Bild der wirtschaftlichen Lage im bayerischen Automobilhandel: Trotz nominaler Umsatzsteigerungen stehen real geringere Erlöse einem Arbeitsplatzplus gegenüber. Für Unternehmen und Akteure im Kfz-Segment in Bayern kann dies ein Hinweis auf strukturelle Entwicklungstendenzen im Markt und Herausforderungen durch Preisveränderungen sein.

Quelle: Zusammenfassung nach Angaben aus der Pressemitteilung unter
https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2026/pm053/index.html

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