Eine verstopfte Leitung wirkt auf den ersten Blick wie ein klar umrissenes Problem. Doch hinter langsam ablaufendem Wasser, wiederkehrenden Verstopfungen oder auffälligen Gerüchen können ganz unterschiedliche Ursachen stecken: Ablagerungen, eingewachsene Wurzeln, verschobene Rohrverbindungen oder Schäden an der Leitung selbst. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Reinigung, Ursachenforschung und Sanierung arbeitet die PW Rohrreinigungs GmbH aus Wolfratshausen.
Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und wird von Peter Werner geleitet, der seine Erfahrung aus der Abwassertechnik in den Betrieb einbringt. Das Tätigkeitsfeld reicht inzwischen deutlich über die klassische Beseitigung einer Rohrverstopfung hinaus. Zur Ausstattung und zum Leistungsspektrum gehören unter anderem Hochdruckreinigungen, TV-Untersuchungen, Dichtheitsprüfungen, Fräsarbeiten und verschiedene Verfahren zur Rohr- und Kanalsanierung. Hinzu kommt ein 24-Stunden-Notdienst, der auch an Wochenenden und Feiertagen erreichbar ist.
Von Wolfratshausen aus in der Region im Einsatz
Der Firmensitz befindet sich in der Weidacher Hauptstraße in Wolfratshausen. Von dort aus übernimmt das Unternehmen Arbeiten im südlichen Münchner Umland und im Großraum Bad Tölz. Damit ist die Rohrreinigung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ebenso Teil des regionalen Tätigkeitsfeldes wie Einsätze in München und dessen Umgebung.
Gerade bei Abwasserproblemen spielt die Entfernung eine praktische Rolle. Ein vollständig verstopfter Abfluss, zurückstauendes Wasser oder eine überlaufende Dusche lassen sich schließlich kaum für mehrere Tage vertagen. PW Rohrreinigungs GmbH verbindet den regulären Betrieb deshalb mit einem Notdienst. Nach Angaben des Unternehmens werden zu erwartende Kosten vor Beginn der Arbeiten soweit möglich mit dem Auftraggeber besprochen. Das ist in einer Branche erwähnenswert, in der insbesondere kurzfristige Notdienste immer wieder wegen schwer nachvollziehbarer Preisgestaltung in der Kritik stehen.
Rohr- und Kanalreinigung als Ausgangspunkt
Zum Kerngeschäft gehört die Reinigung von Abwasserleitungen und Kanälen. Abhängig von Art und Lage der Verstopfung kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Bei der Kanalreinigung setzt der Betrieb beispielsweise Hochdruckspülungen ein. Wasser wird dabei unter hohem Druck durch die Leitung geführt, um Ablagerungen zu lösen und auszuspülen.
Nicht jedes Problem lässt sich allerdings mit einer normalen Reinigung sinnvoll erfassen. Hartnäckige Ablagerungen, Wurzeleinwuchs oder störende Rohrbestandteile können mechanische Arbeiten erforderlich machen. Dafür verfügt die PW Rohrreinigungs GmbH unter anderem über einen kameragesteuerten Fräsroboter. Der Fräskopf lässt sich innerhalb der Leitung positionieren und ermöglicht Arbeiten an Stellen, die von außen nur mit erheblichem baulichem Aufwand erreichbar wären. Auf der Unternehmensseite werden beispielsweise das Entfernen von Wurzeleinwuchs und einragenden Stutzen, das Öffnen von Seitenanschlüssen nach einer Inlinersanierung sowie vorbereitende Fräsarbeiten für Sanierungen genannt.
Gerade hier zeigt sich, wie technisch das vermeintlich einfache Thema Rohrreinigung inzwischen geworden ist.
Kameratechnik bringt Klarheit in die Leitung
Eine wiederkehrende Verstopfung wirft eine andere Frage auf als ein einmal zugesetzter Küchenabfluss: Warum tritt das Problem immer wieder an derselben Stelle auf? Eine Reinigung kann zwar den Durchfluss wiederherstellen, die Ursache eines tiefer liegenden Schadens lässt sich dadurch jedoch nicht automatisch bestimmen.
Für solche Fälle bietet PW Kamerabefahrungen und TV-Kanaluntersuchungen an. Vor der eigentlichen Inspektion kann zunächst eine Reinigung der Leitung erforderlich sein, damit Ablagerungen die Sicht auf die Rohrwand nicht verdecken. Anschließend wird die Kamera über eine Reinigungsöffnung oder einen Revisionsschacht in das Leitungssystem eingebracht.
Auf den Aufnahmen können beispielsweise Risse, Muffenversätze, Wurzeleinwuchs oder andere Auffälligkeiten sichtbar werden. Nach Angaben des Unternehmens werden die Ergebnisse dokumentiert und können als Grundlage für die weiteren Entscheidungen dienen. Das Verfahren eignet sich damit sowohl zur konkreten Fehlersuche als auch zur Zustandskontrolle von Abwasserleitungen.
Eng damit verbunden sind Dichtheitsprüfungen. PW verweist auf einen absolvierten Sachkundelehrgang für die physikalische Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen und Schächten. Zu dessen Inhalten gehören unter anderem verschiedene Prüfmedien und Prüfverfahren sowie die Beurteilung und Dokumentation der Ergebnisse.
Sanieren, ohne überall aufzugraben
Wird bei einer Untersuchung tatsächlich ein Schaden entdeckt, muss daraus nicht zwangsläufig eine klassische offene Baustelle entstehen. Einen Schwerpunkt des Unternehmens bilden grabenlose beziehungsweise grabungsarme Sanierungstechniken.
Bei der Inliner-Sanierung wird ein mit Harz versehenes Material in die vorhandene Leitung eingebracht und dort ausgehärtet. PW arbeitet nach eigenen Angaben mit Kurz- und Langlinern. Bestehende Seitenanschlüsse können anschließend wieder geöffnet beziehungsweise passend ausgefräst werden. Das Verfahren ermöglicht es, beschädigte Leitungsabschnitte von innen zu sanieren, ohne sie über ihre gesamte Länge freilegen zu müssen.
Eine weitere angebotene Technik ist das sogenannte Brush Coating. Dabei wird nach Untersuchung und Reinigung ein Beschichtungsharz auf die Innenfläche des bestehenden Rohres aufgebracht. Das Unternehmen gibt für dieses Verfahren einen Einsatzbereich von DN 70 bis DN 300 und Leitungslängen bis 22 Meter an. Beschichtet werden können laut Anbieter unter anderem Leitungen aus Gusseisen, Beton, Ton, PVC und PE.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt damit vom konkreten Schadensbild, dem Rohrmaterial, den Abmessungen und der Zugänglichkeit ab. Reinigung, Diagnose und Sanierung greifen bei solchen Arbeiten unmittelbar ineinander.
Technische Spezialisierung statt reiner Notfallservice
PW Rohrreinigungs GmbH ist damit weniger als klassischer Betrieb zu verstehen, der ausschließlich bei einem verstopften Waschbecken gerufen wird. Das Portfolio deckt mehrere Stufen der Abwassertechnik ab: von der akuten Wiederherstellung des Durchflusses über die Untersuchung einer Leitung bis zur gezielten Sanierung festgestellter Schäden.
Diese Verbindung ist besonders bei komplexeren Fällen relevant. Wird beispielsweise nach mehreren Verstopfungen eine Kamerabefahrung durchgeführt und dabei ein baulicher Schaden sichtbar, können weitere Arbeitsschritte auf dieser Diagnose aufbauen. Frästechnik und Sanierungsverfahren erweitern die Möglichkeiten zusätzlich.
Auch gewerbliche Einsatzbereiche gehören zum Angebot. Auf der Unternehmensseite werden etwa Fettabscheider-Absaugungen und Reinigungen für Betriebe mit entsprechenden Anlagen genannt, darunter Gastronomie, Großküchen, Lebensmittelbetriebe und Gemeinschaftsküchen.
Ein regionaler Fachbetrieb mit breitem technischen Spektrum
Mehr als ein Jahrzehnt nach der Gründung hat sich die PW Rohrreinigungs GmbH ein vergleichsweise breites Arbeitsfeld innerhalb der Abwassertechnik aufgebaut. Der Standort in Wolfratshausen bildet dabei den Ausgangspunkt für Einsätze zwischen Bad Tölz, dem Münchner Umland und München.
Charakteristisch ist vor allem die Verbindung verschiedener Verfahren. Hochdruckspülung und klassische Rohrreinigung stehen neben Kameradiagnostik, Dichtheitsprüfung, robotergestützten Fräsarbeiten sowie Inliner- und Beschichtungstechniken. Dadurch können sehr unterschiedliche Schadensbilder bearbeitet werden, ohne jeden Fall auf dieselbe Methode zu reduzieren.
Ergänzt wird dieses technische Profil durch den rund um die Uhr erreichbaren Notdienst und den auf der Website mehrfach betonten Anspruch, Kosten möglichst vorab transparent abzustimmen. So entsteht das Bild eines regional verankerten Betriebs, dessen Tätigkeit vom akuten Abflussproblem bis zur technisch anspruchsvolleren Untersuchung und Sanierung einer bestehenden Leitung reicht.
Bildquellen
- PW Rohrreinigungs GmbH- Abwassertechnik zwischen Reinigung, Diagnose und Sanierung: https://www.pwdienstleistungen.de/
