Der Camping-Tourismus in Bayern verzeichnet seit Jahren stabile Wachstumsraten, und 2025 war keine Ausnahme. Das Bayerische Landesamt für Statistik meldet einen anhaltenden Boom bei Übernachtungen auf Campingplätzen im Freistaat. Was steckt hinter dem Trend, und welche Chancen ergeben sich daraus für die bayerische Tourismus- und Freizeitwirtschaft?
Was die Zahlen sagen
Bayerische Campingplätze verzeichneten 2025 erneut steigende Gästezahlen und Übernachtungen. Der Anteil ausländischer Gäste ist dabei besonders hoch: Bayern gilt als eines der beliebtesten Campingziele in Europa, vor allem bei niederländischen, belgischen, schweizer und skandinavischen Urlaubern. Die Nähe zu den Alpen, die Vielfalt der Landschaften und die gut ausgebaute Infrastruktur machen den Freistaat zum Campingland schlechthin.
Gegenüber klassischen Hotelübernachtungen punktet Camping mit einem günstigeren Preis-Leistungs-Verhältnis, mehr Flexibilität und einem wachsenden Trend zu Naturerlebnissen. Gerade nach der Pandemie hat die Nachfrage nach Outdoor-Erlebnissen und individuell gestaltbaren Urlauben zugenommen und sich seitdem nicht wieder normalisiert.
Was der Camping-Boom für die Wirtschaft bedeutet
Campinggäste sind keine günstige Urlaubergruppe, die wenig ausgibt. Moderne Campingplätze bedienen ein breites Spektrum von einfachen Zeltplätzen bis zu komfortablen Glamping-Anlagen mit fest installierten Unterkünften, Restaurant und Wellnessbereich. Die Ausgaben für lokale Lebensmittel, Gastronomie, Freizeitaktivitäten und Ausflüge fließen direkt in die regionale Wirtschaft.
Für Gemeinden mit Campingplätzen sind die steuerlichen Einnahmen durch Kurtaxe und Übernachtungssteuer sowie die Wertschöpfung durch lokale Einkäufe erheblich. Besonders ländliche Regionen, die von internationalem Städtetourismus kaum profitieren, gewinnen durch Camping überproportional. Das macht Campingplätze zu einem wichtigen Werkzeug der kommunalen Wirtschaftsförderung. Den Tourismus-Gesamtüberblick liefert der Artikel Tourismus Bayern 2026. Die Verbindung zum bayerischen Gastgewerbe zeigt der Artikel Gastgewerbe-Umsatz April 2026.
Was Betriebe aus dem Trend lernen können
Für Unternehmen in der Freizeitwirtschaft ist der Camping-Boom ein klares Signal: Outdoor, Natur und Erlebnis sind Wachstumsthemen. Wer Wanderausrüstung, Fahrräder, regionale Lebensmittel oder Outdoor-Aktivitäten anbietet, trifft den Zeitgeist. Auch für Gastronomie und Einzelhandel in campingstarken Regionen lohnt es, das Angebot auf die Bedürfnisse von Campinggästen auszurichten: frühe Öffnungszeiten, unkomplizierter Einkauf, frische regionale Produkte.
Quelle: Zusammenfassung nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik, Pressemitteilung vom 28. Juli 2026 unter https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2026/pm200/index.html
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