Fachkräftesicherung auf der Straße: Wie eine Fahrschule in Straubing zur Ausbildung von Fahrpersonal beiträgt

Ob Speditionen, Busunternehmen oder Handwerksbetriebe – in vielen Branchen wird der Mangel an qualifiziertem Fahrpersonal zunehmend spürbar. Strecken bleiben unbesetzt, Fahrpläne geraten unter Druck, und die Suche nach Bewerberinnen und Bewerbern mit den passenden Führerscheinklassen dauert oft Monate. Für bayerische Unternehmen ist das längst mehr als ein betriebliches Ärgernis: Es ist ein Standortthema. Damit rückt die Frage in den Blick, wo und wie Fahrpersonal überhaupt ausgebildet wird. Die kurze Antwort: Regionale Fahrschulen bilden genau jene Führerscheinklassen aus, die Wirtschaft und Nahverkehr brauchen – vom Pkw über den Lkw bis zum Bus – und machen diese Qualifizierung auch abseits der Ballungsräume möglich. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Beispiel aus Niederbayern.

Fahrpersonal gesucht – warum Ausbildung in Bayern wichtiger wird

Der Güterverkehr auf Bayerns Straßen hängt von Berufskraftfahrern ab, der öffentliche Nahverkehr von Busfahrerinnen und Busfahrern, und auch im Handwerk sind viele Betriebe auf Mitarbeitende angewiesen, die Transporter oder Anhängezüge sicher fahren können. Branchenverbände und Arbeitsmarktbeobachter weisen seit Jahren darauf hin, dass der demografische Wandel den bayerischen Arbeitsmarkt langfristig bremst und der Fahrernachwuchs nicht mit dem Bedarf Schritt hält. Zwar schwanken die gemeldeten Zahlen je nach Region und Segment, die Tendenz ist jedoch eindeutig: Gefragt sind Menschen mit den passenden Fahrerlaubnisklassen – und zwar in der Fläche, nicht nur in den Ballungsräumen. Die Folgen reichen von längeren Lieferzeiten bis zu ausgedünnten Fahrplänen im ländlichen Raum. Dass die Branche zugleich mitten im Wandel steckt, zeigt Münchens Lkw-Weltmarktführer MAN Truck und Bus mit seiner Elektrowende.

Für Unternehmen hat das mehrere Konsequenzen. Wer Auszubildende oder Quereinsteiger einstellt, muss häufig selbst in den Führerscheinerwerb investieren, etwa in die Klassen C und CE für den Lkw oder D für den Bus. Entsprechend wichtig ist es, dass die Ausbildung verlässlich, zeitnah und in erreichbarer Nähe stattfindet. Lange Wartezeiten auf Theorie- oder Praxistermine verteuern die Qualifizierung und verzögern den Einsatz neuer Kräfte. Regionale Fahrschulen mit einem breiten Klassenangebot werden damit zu einem echten Faktor der Fachkräftesicherung – gerade in ländlichen Regionen wie Niederbayern, wo der nächste Ausbildungsbetrieb nicht selten eine halbe Autostunde entfernt liegt.

Vom Moped bis zum Bus – das Ausbildungsspektrum einer regionalen Fahrschule

Wie breit die Ausbildung regional aufgestellt sein kann, zeigt das Beispiel der Fahrschule Gmeinwieser. Das Unternehmen, eine zuverlässige Fahrschule in Straubing mit mehreren Standorten in Niederbayern, bietet Führerscheine in nahezu allen Fahrerlaubnisklassen an – vom Moped über den Pkw bis zum Omnibus. Damit deckt der Betrieb neben der klassischen Pkw-Ausbildung der Klasse B auch jene Klassen ab, die für Wirtschaft und Nahverkehr besonders relevant sind.

Konkret reicht das Spektrum von den kleineren Klassen wie AM für Mopeds und Roller über die Motorradklassen A1, A2 und A bis zur Pkw-Klasse B samt Anhängerklasse BE. Für den gewerblichen Bereich kommen die Lkw-Klassen C und CE hinzu, außerdem die Busklasse D und die Ausbildung für landwirtschaftliche Zugmaschinen. Ein solch breites Klassenangebot ist keineswegs selbstverständlich: Viele Fahrschulen konzentrieren sich auf die Pkw-Ausbildung und verweisen Interessenten für Lkw oder Bus an überregionale Anbieter.

Für Fahrschüler bedeutet ein solches Vollsortiment kurze Wege und eine durchgängige Betreuung – etwa, wenn nach dem Pkw-Führerschein später die Anhänger- oder Motorradklasse folgen soll. Für Betriebe ergibt sich ein anderer Vorteil: Auszubildende und Mitarbeitende können ihren Schein in derselben Region machen, in der sie später arbeiten, und lernen dabei auf den Straßen, die sie künftig beruflich befahren.

Mehrere Standorte als Vorteil für Fahrschüler und Betriebe in der Region

Erreichbarkeit ist bei der Führerscheinausbildung ein unterschätztes Kriterium. Theorieunterricht, Übungsfahrten und Prüfungsvorbereitung fallen über Wochen an – wer dafür jedes Mal weit fahren muss, verliert Zeit und oft auch die Motivation. Die Fahrschule Gmeinwieser ist deshalb an fünf Orten präsent: in Straubing, Rain, Wörth an der Donau, Kirchroth und Geiselhöring. Vor allem für junge Fahrschüler ohne eigenes Auto macht ein Standort direkt im Wohnort den Unterschied, weil der Unterricht zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus erreichbar bleibt.

Die Übungsfahrten finden auf den Straßen der Landkreise Straubing-Bogen und Regensburg statt, also genau dort, wo sich der Alltag der meisten Fahrschüler abspielt. Für angehende Berufskraftfahrer aus dem Umland verkürzt sich der Organisationsaufwand spürbar: Unterricht und Praxis bleiben in der Nähe, Termine lassen sich mit Ausbildung oder Beruf vereinbaren. Auch für Unternehmen, die mehrere Beschäftigte gleichzeitig qualifizieren wollen, ist das ein praktischer Vorteil – Absprachen laufen über einen einzigen Ansprechpartner statt über mehrere Anbieter in verschiedenen Orten. Der Weg vom ersten Beratungsgespräch bis zur Prüfung bleibt damit überschaubar.

Praxisnahe Ausbildung: Team, Fuhrpark und Kooperationen

Hinter dem breiten Klassenangebot steht ein entsprechend aufgestelltes Team. Bei der Fahrschule Gmeinwieser arbeiten mehrere Fahrlehrer mit unterschiedlichen Qualifikationen: Einige unterrichten alle Klassen, andere sind auf die Pkw- und Anhängerausbildung (B und BE), die Motorradklassen oder die Lkw-Klassen C und CE spezialisiert. Hinzu kommen Mitarbeitende im Büro. Dass mehrere Teammitglieder den Namen Gmeinwieser tragen, verrät zudem den Charakter eines Familienbetriebs – und mit einem Fahrlehrer in Ausbildung steckt die nächste Generation bereits mitten in der eigenen Qualifizierung.

Die praktische Ausbildung läuft über einen eigenen Fuhrpark, der für die verschiedenen Klassen ausgelegt ist. Dazu zählen im Einzelnen:

  • sechs moderne Fahrschulautos für die Pkw-Ausbildung,
  • Motorrad, Roller und Mofa für die Zweiradklassen,
  • ein Anhänger für die Klasse BE,
  • sowie Bus, Traktor und Lkw in Kooperation mit Partnern aus der Region.

Bemerkenswert ist dabei das Kooperationsmodell: Für die Ausbildung auf Bus, Zugmaschine oder Lastkraftwagen greift die Fahrschule auf Fahrzeuge von Kooperationspartnern zurück. So lassen sich auch die großen Klassen regional ausbilden, ohne dass eine Fahrschule einen eigenen Schwerlastfuhrpark unterhalten muss – ein pragmatischer Weg, der die Ausbildung in der Fläche überhaupt erst möglich macht. Für die Fahrschüler bleibt der Vorteil derselbe – sie lernen an modernen, gepflegten Fahrzeugen und müssen für die Sonderklassen nicht in weit entfernte Städte ausweichen.

Mehrere Fahrschulautos einer Fahrschule stehen bereit für den praktischen Unterricht
Bild von SHOX ART auf Pexels

Was Betriebe und angehende Berufskraftfahrer jetzt wissen sollten

Für Unternehmen, die Fahrpersonal suchen oder ausbilden lassen, lohnt ein frühzeitiger Blick auf die regionalen Ausbildungsstrukturen. Die Erfahrung zeigt: Wer den Führerscheinerwerb fest in die Personalplanung einbezieht – etwa bei der Einstellung von Auszubildenden oder Quereinsteigern –, kommt deutlich schneller ans Ziel als bei einer Suche auf dem ohnehin engen Arbeitsmarkt. Ausbildungsbetriebe mit einem breiten Klassenspektrum können dabei als direkte Ansprechpartner dienen, von der ersten Beratung bis zur praktischen Prüfung.

Angehende Berufskraftfahrer profitieren umgekehrt davon, wenn Unterricht und Übungsfahrten in der Nähe stattfinden und die Ausbildungsschritte aufeinander abgestimmt sind. Wer den Pkw-Führerschein bereits in der Tasche hat, kann die gewerblichen Klassen oft aufbauend ergänzen und so Stück für Stück in den Beruf hineinwachsen.

Regionale Fahrschulen wie die Fahrschule Gmeinwieser in Straubing sind damit mehr als ein Ort zum Fahrenlernen – sie sind Teil der Antwort auf den Fachkräftebedarf im Transportgewerbe. Angesichts des anhaltenden Mangels an qualifiziertem Fahrpersonal dürfte diese Form regionaler Ausbildung für Unternehmen und Nahverkehr in Niederbayern weiter an Bedeutung gewinnen.

Bildquellen

  • Wie eine Fahrschule in Straubing zur Ausbildung von Fahrpersonal beiträgt: https://www.pexels.com/photo/red-mini-cooper-convertible-in-the-parking-lot-18285524/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert