Zwischen Rosenheim und Kufstein, direkt an der Grenze zu Tirol, hat sich in Oberaudorf ein Handwerksbetrieb etabliert, der auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedliche Gewerke bedient: Fliesenlegerei samt Badsanierung auf der einen, Ofen- und Kaminbau auf der anderen Seite. Für Bauherren und Sanierer in der Region ist genau diese Kombination ein handfester Vorteil – und für den bayerischen Mittelstand ein Beispiel dafür, wie sich traditionelles Handwerk über Generationen hinweg neu aufstellen lässt.

Wie hat sich der Betrieb aus Oberaudorf entwickelt?
Der Name Maier steht in Oberaudorf seit mehr als 50 Jahren für handwerkliche Präzision. Lorenz Maier übernahm 1988 den Betrieb seines Meisters Anton Theyrl – die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1965 zurück, seit 2002 führt Martin Maier das Unternehmen, und mit Lorenz Kauer ist inzwischen bereits die dritte Generation eingestiegen. Diese Kontinuität ist im Handwerk keine Selbstverständlichkeit: Viele Betriebe im ländlichen Raum kämpfen mit der Nachfolge, weil jüngere Fachkräfte in die Städte abwandern oder sich für andere Branchen entscheiden. In Oberaudorf ist das Gegenmodell entstanden – ein Familienbetrieb, der Wissen, Kundenbeziehungen und Werkzeuge über drei Generationen weitergibt. Wer sich einen Eindruck von der aktuellen Aufstellung des Betriebs verschaffen möchte, findet unter ofensetzer.com einen Überblick über Leistungen, Ausstellung und Team.
Was macht die Kombination aus Fliesenlegerei und Ofenbau so besonders?
Die meisten Fliesenlegerbetriebe bauen keine Kachelöfen, und die meisten Ofenbauer verlegen keine Böden. Der Betrieb aus Oberaudorf deckt beide Gewerke ab: Bad-Neubau, Badsanierung, Boden- und Natursteinarbeiten, Treppen- und WC-Gestaltung auf der einen Seite, Kachelöfen, Kaminöfen, Heizkamine, Holzherde, Edelstahlkamine und wasserführende Öfen auf der anderen. Für Bauherren bedeutet das einen Komplettservice: Planung, Beratung, technische Umsetzung und die notwendigen Genehmigungen für Feuerstätten kommen aus einer Hand, statt über mehrere Gewerke koordiniert werden zu müssen. Gerade bei Sanierungen, bei denen Bad und Heizsystem oft im selben Zeitraum erneuert werden, spart das Bauherren Abstimmungsaufwand und Schnittstellen zwischen verschiedenen Handwerksbetrieben.

Welche Rolle spielt Energieeffizienz beim modernen Ofenbau?
Steigende Energiekosten haben das Interesse an Kachelöfen, Kaminöfen und Heizkamin-Lösungen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Ein fachgerecht geplanter und gebauter Ofen zieht zuverlässig, nutzt die Verbrennungswärme effizient und kann so einen relevanten Teil der Heizlast eines Hauses übernehmen. Wasserführende Öfen gehen noch einen Schritt weiter: Sie speisen einen Teil der erzeugten Wärme direkt in den Heizkreislauf oder die Warmwasserbereitung ein und verknüpfen damit den Kaminofen mit der bestehenden Haustechnik. Für Eigenheimbesitzer in der Region zwischen Rosenheim und Kufstein, wo Holz als regionaler Brennstoff verfügbar ist, ergibt sich daraus ein doppelter Nutzen: geringere Heizkosten und ein Stück energetische Unabhängigkeit von Gas- und Ölpreisen. Entscheidend ist dabei die fachgerechte Planung, denn ein falsch dimensionierter Ofen oder ein schlecht ziehender Kamin heben den Effizienzvorteil schnell wieder auf.
Welche Bedeutung hat die eigene Ausstellung in Oberaudorf?
Ein zentraler Baustein des Geschäftsmodells ist die Ausstellung direkt am Betriebssitz im Oberfeldweg. Dort lassen sich Kaminöfen live besichtigen, Materialien für Fliesen und Naturstein vergleichen und unterschiedliche Ofensysteme im Detail kennenlernen, bevor eine Entscheidung fällt. Ergänzt wird das durch 3D-Planung: Aus einer ersten Idee entsteht so ein konkretes, visualisiertes Konzept, das alle beteiligten Gewerke – Rohbau, Fliesen, Ofensetzer – aufeinander abstimmt. Dazu kommt ein vergleichsweise großes Materiallager, das kurze Wege und einen schnelleren Projektstart ermöglicht als bei Betrieben, die Material erst bestellen müssen, wenn ein Auftrag feststeht. Für Bauherren mit engem Zeitplan – etwa bei einer Sanierung, während der ein Bad oder eine Heizquelle vorübergehend ausfällt – ist das ein praktischer Vorteil.
Ein kurzer Überblick über das Leistungsspektrum zeigt, wie breit die beiden Gewerke aufgestellt sind:
| Bereich | Leistungen |
|---|---|
| Bad & Fliesen | Bad-Neubau, Badsanierung, Boden, Natursteinwand, Treppe, WC |
| Ofenbau | Kachelofen, Kaminofen, Heizkamin, Holzherd, Edelstahlkamin, wasserführende Öfen |
| Zusatzservice | 3D-Planung, Ausstellung, Beratung zu Genehmigungen für Feuerstätten |
Diese Aufstellung macht deutlich: Der Betrieb bedient nicht nur ein einzelnes Gewerk, sondern begleitet Bauherren über mehrere Bau- und Sanierungsschritte hinweg.

Wie läuft die Zusammenarbeit von der ersten Anfrage bis zur Umsetzung ab?
Am Anfang jedes Projekts steht ein persönliches Gespräch, ob im Betrieb im Oberfeldweg oder direkt vor Ort beim Bauherrn. Bei Bad- und Fliesenprojekten wird zunächst der Bestand aufgenommen, danach entsteht mithilfe der 3D-Planung ein visualisiertes Konzept, das Materialien, Statik und Zeitplan berücksichtigt. Bei Öfen und Kaminen prüft der Betrieb frühzeitig bauliche Voraussetzungen wie Schornsteinquerschnitt und Statik, bevor überhaupt ein konkretes Modell ausgewählt wird. Diese vorausschauende Planung reduziert das Risiko nachträglicher Änderungen und macht Kosten sowie Zeitrahmen für Bauherren von Anfang an kalkulierbar. Erst wenn Planung, Material und Genehmigungsfragen geklärt sind, startet die eigentliche Umsetzung – meist mit einem festen Team, das sowohl für Fliesen- als auch für Ofenarbeiten eingesetzt werden kann. Für Sanierungsprojekte, bei denen Bewohner während der Bauzeit im Haus bleiben, ist dieser abgestimmte Ablauf besonders wertvoll, weil sich Lärm- und Schmutzphasen dadurch enger begrenzen lassen als bei getrennt beauftragten Gewerken.
Was bedeutet ein solcher Betrieb für die Wirtschaft in der Grenzregion?
Handwerksbetriebe wie dieser sind für ländliche Regionen wirtschaftlich relevanter, als es auf den ersten Blick scheint. Sie sichern qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort, bilden Nachwuchs aus und halten Wertschöpfung in der Region zwischen Rosenheim und Kufstein, statt Aufträge an überregionale Großanbieter abfließen zu lassen. Gerade die Fachkräftesicherung ist ein Thema, das viele bayerische Mittelständler beschäftigt: Wenn ein Betrieb wie dieser den Generationenwechsel erfolgreich gestaltet und gleichzeitig aktiv nach Verstärkung sucht, ist das ein Signal dafür, dass traditionelles Handwerk auch für jüngere Fachkräfte eine langfristige Perspektive bieten kann. Die Grenzlage zwischen Bayern und Tirol bringt zusätzlich einen größeren Einzugsbereich mit sich, was die wirtschaftliche Basis des Betriebs stabilisiert.
| Betrieb auf einen Blick | |
|---|---|
| Standort | Oberfeldweg 6, 83080 Oberaudorf |
| Gegründet | Handwerkstradition seit über 50 Jahren, unter Martin Maier seit 2002 |
| Generationen | Lorenz Maier, Martin Maier, Lorenz Kauer |
| Gewerke | Fliesenlegerei & Badsanierung, Ofen- und Kaminbau |
| Einzugsgebiet | Region zwischen Rosenheim und Kufstein |
| Besonderheit | Eigene Ausstellung mit 3D-Planung am Standort |
Wie sichert der Betrieb den eigenen Nachwuchs?
Der Generationenwechsel von Lorenz Maier über Martin Maier bis zu Lorenz Kauer ist bereits ein Beleg dafür, dass Nachfolge im Betrieb funktionieren kann. Darüber hinaus wird aktiv um weitere Fachkräfte geworben: Auf einer eigenen Karriereseite werden offene Stellen ausgeschrieben, gerichtet an Menschen, die Freude an sichtbaren Ergebnissen haben und handwerkliches Können mit modernen Arbeitsmethoden wie 3D-Planung verbinden möchten. Für die Region ist das mehr als eine Randnotiz: Jeder Ausbildungsplatz und jede Fachkraftstelle, die im Handwerk vor Ort besetzt wird, ist ein kleiner Baustein gegen den demografischen Wandel im ländlichen Raum. Betriebe, die sowohl Tradition als auch Investitionen in Technik – etwa Planungssoftware oder eine repräsentative Ausstellung – zeigen können, tun sich beim Werben um Nachwuchs häufig leichter als rein handwerklich geprägte Kleinbetriebe ohne solche Sichtbarkeit. Auch die Präsenz auf Plattformen wie Instagram, auf der laufende Projekte, Materialien und fertige Bäder oder Öfen gezeigt werden, spielt dabei eine Rolle: Sie macht das Handwerk für jüngere Zielgruppen greifbarer und zeigt, dass ein traditionelles Gewerbe auch visuell und digital zeitgemäß auftreten kann.
Häufige Fragen zum Familienbetrieb aus Oberaudorf
Warum lohnt sich ein Betrieb, der Fliesenlegerei und Ofenbau kombiniert?
Weil Planung, Beratung und Umsetzung für Bad und Heiztechnik aus einer Hand kommen. Das reduziert Abstimmungsaufwand zwischen mehreren Gewerken, besonders bei Sanierungen, die mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen.
Welche Genehmigungen sind beim Bau eines Kachelofens oder Kaminofens nötig?
Feuerstätten unterliegen in Deutschland grundsätzlich einer Abnahmepflicht durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger. Ein erfahrener Ofenbauer plant diesen Schritt von Anfang an mit ein und stimmt Bauweise sowie Anschluss an bestehende Kaminzüge entsprechend ab.
Wie viel Heizkosten lassen sich mit einem modernen Ofen realistisch einsparen?
Das hängt stark vom Gebäude, der Dämmung und der Nutzung ab. Ein fachgerecht dimensionierter Kaminofen oder Heizkamin kann jedoch einen spürbaren Anteil der Heizlast übernehmen und dadurch den Verbrauch fossiler Energieträger senken.
Was unterscheidet einen wasserführenden Ofen von einem klassischen Kaminofen?
Ein wasserführender Ofen leitet einen Teil der erzeugten Wärme in den Heizkreislauf oder die Warmwasserbereitung des Hauses weiter, statt sie nur als Raumwärme abzugeben. Dadurch lässt sich die Heiztechnik enger mit dem restlichen Haus verzahnen.
Für Bauherren und Sanierer zwischen Rosenheim und Kufstein zeigt der Blick auf diesen Familienbetrieb, dass Handwerk und wirtschaftliche Weitsicht sich nicht ausschließen: Wer zwei Gewerke unter einem Dach vereint, Nachwuchs ausbildet und in Ausstellung sowie Planungstechnik investiert, bleibt auch in einer strukturschwächeren Grenzregion wettbewerbsfähig – und liefert damit ein kleines, aber anschauliches Beispiel dafür, wie bayerischer Mittelstand im Handwerk auch künftig funktionieren kann.
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